Tierwohl

SV Schweiz hat sich einem verantwortungsvollen Einkauf verpflichtet – dabei liegt uns auch das Tierwohl am Herzen. Immer mehr Menschen ist die artgerechte Tierhaltung ein grosses Anliegen. Eine im Auftrag von SV Schweiz durchgeführte Befragung durch das Marktforschungsinstitut amPuls hat ergeben, dass sich unsere Gäste mehr Informationen zum Thema Tierschutz wünschen. Die Befragten meinten, die Gastronomie setze sich generell zu wenig für den Tierschutz ein. Darüber hinaus wären gemäss der Umfrage 75 Prozent der Gäste bereit, einen Aufpreis für Fleisch aus tierfreundlicher Haltung zu zahlen.

In der Schweiz gehen viele davon aus, dass Schweizer Fleisch per se von Tieren aus artgerechter Haltung stammt. Dem ist aber nicht so. Auch in der Schweiz sind umstrittene Tierhaltungsmethoden legal. Dazu gehören etwa die lebenslange Haltung ohne Tageslicht oder die Anbindehaltung.  

Für mehr Tierwohl auf dem Teller
SV Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil an Fleisch aus artgerechter Haltung zu erhöhen. Zu diesem Zweck sind wir im Jahr 2016 eine Kooperation mit dem Schweizer Tierschutz STS eingegangen und haben gemeinsam ein Konzept für tierfreundliche Restaurants entwickelt. Zentral ist dabei die Umstellung des Fleischsortiments auf Fleisch von Tieren aus besonders tierfreundlicher Stallhaltung (BTS) und regelmässigem Auslauf im Freien (RAUS). Unser Ziel ist es, den Anteil an BTS- und RAUS-Produkten bis Ende 2018 auf 50 Prozent und bis Ende 2019 auf 80 Prozent zu erhöhen. Die kontinuierliche Umstellung des Fleischsortiments erfolgt in enger Zusammenarbeit mit unseren Metzgern Geiser und Grauwiler sowie mit unserer Logistikpartnerin Pistor.

Das Tierwohl betrifft nicht nur Fleisch und Geflügel. Seit 2017 beziehen wir Eier und Eiprodukte ausschliesslich von Schweizer Betrieben mit Freilandhaltung. Zudem kaufen wir Vollmilch nur von Kühen, die nach dem IP-SUISSE Wiesenmilch-Standard gehalten und gefüttert werden. 

Unsere Kriterien für einen verantwortungsvollen Fleischeinkauf
  • Keine Produkte aus tierquälerischer Produktion 
  • Keine Produkte von Tieren, die mit Hormonen oder antimikrobiellen Leistungsförderern (AML) behandelt wurden  
  • Schweizer Rind-, Kalb- und Schweinefleisch 
  • Fleisch aus besonders tierfreundlicher Stallhaltung und mit regelmässigem Auslauf im Freien
  • Lammfleisch aus Irland
  • Wild aus Europa und Neuseeland
  • Verwertung des ganzen Tieres (mind. 80 %)
  • Deklaration der Herkunft des Fleisches
Wofür steht BTS und RAUS?

Der Bund fördert die verantwortungsvolle Tierhaltung unter anderem mit zwei Programmen, an denen die Landwirte freiwillig teilnehmen können.

  • BTS (Besonders tiefreundliche Stallhaltungssysteme)
  • RAUS (Regelmässiger Auslauf im Freien)

Die Programme schreiben pro Tiergattung konkrete Massnahmen vor, die dem Tierwohl dienen. Für die Mehrkosten werden die Landwirte mit Direktzahlungen abgegolten (zum Beispiel Beiträge für Stallumbauten, Umzäunung der Weide, grössere Stallflächen etc).

Milch und Eiprodukte aus tierfreundlicher Haltung

Die Kraft der Wiese steckt bei uns in jedem Glas Milch. Hier leisten wir ebenfalls Pionierarbeit – und setzen seit 2014 zu 100 Prozent auf Schweizer Vollmilch in Wiesenmilchqualität. Das ist nicht nur gut für den Geschmack, sondern auch für das Tierwohl und die Artenvielfalt auf den Weiden.
 
Wiesenmilchqualität heisst, dass die Kühe viel Freilauf geniessen und im Sommer
auf der Weide hauptsächlich frisches Gras fressen. Das schmeckt und sieht man. Dank dieser extensiven Tierhaltung bleibt uns zudem die Weide erhalten. Den Winter verbringen die Kühe im Stall und ernähren sich vor allem von Heu und Grassilage. Kraftfutter wird nur sehr zurückhaltend verfüttert, auf Soja wird gänzlich verzichtet. Dies ist ebenfalls ein Grund, warum unsere Wiesenmilch mit dem Label «IP-SUISSE» zertifiziert ist.

Unser Beitrag zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen