Nachhaltige Landwirtschaft

Die Schweiz nutzt 36 Prozent ihrer Fläche für die Landwirtschaft. Ähnlich hoch ist der Anteil in der EU (40 Prozent) und bei globaler Betrachtung (38 Prozent). Diese Fläche wird vor allem für den Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln genutzt. Der schonende Umgang mit den dafür benötigten Ressourcen ist wichtig, um unsere Ernährung langfristig sicherzustellen. Ausserdem gilt es, negative Auswirkungen der Landwirtschaft (zum Beispiel Emissionen in die Luft oder in Gewässer) möglichst gering zu halten.
 
SV Schweiz hat den Anspruch, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Landwirtschaft zu leisten. Mit der Verwendung von IP-SUISSE- und Bio-Produkten fördern wir eine umweltfreundliche Produktion. Für eine nachhaltige Landwirtschaft sind aber genauso soziale und ethische Aspekte wichtig.

IP-SUISSE Wiesenmilch

Schon seit 2014 geniessen unsere Gäste in den SV Restaurants ausschliesslich IP-SUISSE-zertifizierte Wiesen-Vollmilch. Diese besticht nicht nur durch ihren Geschmack, sondern fördert auch das Tierwohl und die Artenvielfalt auf den Weiden. Die Kühe haben viel Freilauf und fressen im Sommer auf der Weide hauptsächlich frisches Gras. Den Winter verbringen sie im Stall und ernähren sich hauptsächli von Heu und Grassilage. Kraftfutter wird nur sehr zurückhaltend verfüttert, auf Soja wird gänzlich verzichtet. Wissenschaftliche Studien zeigen sogar, dass sich diese Art der Fütterung positiv auf die Fettsäure-Zusammensetzung der Milch auswirkt. Wiesenmilch weist zum Beispiel eine vierfach höhere Menge an Omega-3-Fettsäuren auf als Milch von Kühen, die viel Kraftfutter erhalten. Darüber hinaus fördern die IP-SUISSE-Wiesenmilch-Produzenten den Erhalt der Artenvielfalt. 
 

IP-SUISSE Rüebli

Über 200 Tonnen Rüebli essen die Gäste in den SV Restaurants pro Jahr. Um die Umweltbelastung bei der Nahrungsmittelproduktion wirksam zu verringern und die Artenvielfalt zu unterstützen, stammen seit der Ernte 2016 alle Rüebli ausschliesslich aus IP-SUISSE-Produktion – dank eines einzigartigen Projekts, das von SV Schweiz mit den Partnern WWF Schweiz, IP-SUISSE und frigemo lanciert wurde.

Die Rüebli-Produzenten fördern gemäss dem hohen IP-SUISSE-Standard mit gezielten Massnahmen aktiv die Artenvielfalt, zum Beispiel durch artenreiche Blumenwiesen – sogenannte Bienenweiden – oder andere Förderflächen. Ausserdem wird bei der IP-SUISSE-Produktion auf die Ausbringung von bienengefährdenden Stoffen verzichtet, sodass die nützlichen Insekten weiterhin ihren Teil zu einer intakten Landwirtschaft beitragen können.

IP-SUISSE Quinoa

Quinoa liegt voll im Trend. Die südamerikanische Pflanze gilt als proteinreich, enthält viele essentielle Aminosäuren und hat einen hohen Gehalt an Eisen und Magnesium. Zudem ist sie glutenfrei. Viele Gründe, Quinoa zu Recht als Superfood zu bezeichnen.

Der Anbau von Quinoa birgt aber auch negative Folgen für Mensch und Umwelt: Der Quinoa-Boom führt auf den Hochlandböden in Südamerika zu immer häufigerem und intensiverem Anbau. Die grosse Nachfrage hat den Quinoa-Preis stark erhöht, weshalb sich viele Bauern und Einwohner Südamerikas ihr Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten können.

In Europa wurde Quinoa bisher nur zu Versuchszwecken angebaut. 2014 haben die ersten IP-SUISSE-Bauern versucht, Quinoa in der Schweiz anzubauen – mit Erfolg. 2018 hat SV Schweiz beschlossen, in allen Restaurants IP-SUISSE-Quinoa zu verwenden. Die Beschaffung von weissem Quinoa wurde zu 100 Prozent auf das IP-SUISSE-Produkt umgestellt. Andere Quinoa-Sorten werden derzeit noch nicht in der Schweiz angebaut.

Unser Beitrag zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen