SV Schweiz verankert den Klimaschutz erfolgreich in der Personalgastronomie

2013 lancierte SV Schweiz mit dem WWF das Klimaschutzprogramm ONE TWO WE für eine klimafreundliche Personalgastronomie. Ziel von ONE TWO WE ist es, den CO2-Austoss pro Hauptmahlzeit stark zu reduzieren. Die Auswertung der für das Programm definierten Zeitperiode von 2013 bis 2015 zeigt, dass das hochgesteckte Ziel einer 10% Emissionsreduktion von CO2 pro Hauptmahlzeit mit 9% beinahe erreicht wurde. Übertroffen hat SV Schweiz das Ziel, bis 2015 in mindestens 100 Restaurants das Programm ONE TWO WE umzusetzen: Ende 2015 waren es bereits 106 Personalrestaurants und Mensen, die mitmachten – das sind rund ein Drittel aller SV Betriebe in der Schweiz. Innerhalb von drei Jahren hat es SV Schweiz geschafft, dass die Gäste mit Genuss 22% mehr Gemüse und Früchte konsumieren und 10% weniger Fleisch.

Dübendorf, 27. Juli 2016 – In der Schweiz werden fast 30% der Umweltbelastungen durch die Ernährung verursacht. SV Schweiz hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette über den Tellerrand hinaus transparent zu machen und wo immer möglich zu reduzieren. Aus diesem Grund hat sie 2013 das Programm ONE TWO WE ins Leben gerufen, um gemeinsam mit Experten und Kunden den Klimaschutz erfolgreich ins Management und in die Betriebsabläufe von Personalrestaurants und Mensen einzubinden. 

«Unternehmen tragen eine grosse Verantwortung. Mit ihrem Mut, die Herausforderung Klimawandel anzugehen, innovative Lösungen zu entwickeln und damit eine ganze Branche zum Umdenken zu bringen, ist SV Schweiz für den WWF ein erfolgreiches Beispiel für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft», anerkennt Thomas Vellacott, CEO von WWF Schweiz, das Engagement von SV Schweiz.

Die wichtigsten Ergebnisse 2013-2015 auf einen Blick

  • Das mit dem WWF vereinbarte Ziel, den CO2-Austoss pro Hauptmahlzeit innerhalb von zwei Jahren um 10% zu reduzieren, wurde mit 9% beinahe erreicht.
  • 106 Restaurants hatten Ende 2015 das Klimaschutzprogramm ONE TWO WE eingeführt. Das Ziel von 100 Restaurants wurde somit übertroffen.
  • 2015 verkauften die SV Restaurants 72% mehr Fisch mit MSC- und ASC- Label oder in Bio-Qualität, insgesamt waren das 239 Tonnen.
  • 2015 haben die SV Restaurants 229 Tonnen Tomaten, Gurken, Peperoni, Auberginen und Nüsslisalat aus nicht fossil beheizten Gewächshäusern für ihre Menus verwendet. Die Gesamtmenge dieser Gemüsesorten (Klimagemüse und konventionell angebaut) beträgt rund 357 Tonnen. 
  • Der Anteil Flugware konnte um 50% gesenkt werden, was rund 20 Tonnen entspricht.
  • Gegenüber 2013 haben die Gäste 2015 pro Hauptmahlzeit 22% mehr Gemüse und Früchte konsumiert. Gleichzeitig ging der Fleisch- und Fischkonsum pro Hauptmahlzeit um 10% zurück.Der Food Waste konnte um 40 Prozent von 64 g in 2006 auf 38 g in 2015 pro Hauptmahlzeit gesenkt werden.
  • Ab Sommer 2016 werden alle Rüebli in IP-Suisse Qualität angeboten.
  • 2015 nahmen 192 Köche von SV Schweiz an mehrtägigen Schulungen in der Hiltl Akademie in Zürich teil, um zu lernen, vegetarische Menus noch schmackhafter zuzubereiten.
  • Bis Ende 2015 wurden durch die Profis vom EWZ 98 Energieberatungen in SV Restaurants durchgeführt

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern

Neben Einkauf, Transport und Betrieb setzen die Kunden von SV Schweiz auch beim Angebot auf Klimaschutz. Mehrmals pro Woche bieten die SV Küchenchefs und Köche mit dem «ONE Climate»-Logo gekennzeichnete Menus an, welche fleischlos sind und aus regionalen und saisonalen Produkten bestehen. Doch mit dem Angebot alleine ist es noch nicht getan; die Menus sollen auch genussvoll sein und eine echte Alternative zu den beliebten, oftmals aus Fleischgerichten bestehenden Speisen bieten. Um die Attraktivität der vegetarischen Gerichte zu erhöhen, lässt SV Schweiz seine Köche seit 2013 in der Hiltl Akademie in Zürich ausbilden. Auch 2015 nahmen erneut 192 SV Köche an mehrtägigen Schulungen teil. Insgesamt 500 Köche haben bis heute die Kurse besucht und sind so in der Lage, abwechslungsreiche und kreative Vegi-Menus zuzubereiten. Und das höchst erfolgreich, wie der gesteigerte Gemüse- und Früchteabsatz von 22% pro Hauptmahlzeit von 2015 gegenüber 2013 zeigt.

Neuer Nachhaltigkeitsbericht publiziert

Im Juni 2016 hat SV Schweiz zum dritten Mal in Folge einen ausführlichen Nachhaltigkeitsbericht publiziert und die Ergebnisse ihres Nachhaltigkeitsbestrebens aufgelistet. «Die positiven Ergebnisse bestätigen uns in unserem Bestreben, den eingeschlagenen Weg weiter fortzusetzen. Wir werden auch in Zukunft alle Kraft dafür aufwenden, klimaschonende Menus und Speisen noch attraktiver und genussvoller auf den Teller zu bringen», sagt Patrick Camele, CEO von SV Schweiz. «Nachhaltigkeit ist bei SV Schweiz kein Trend, sondern Kern der Unternehmensphilosophie und -strategie.»